Fünf Tipps für einen gelungenen Frühjahrsputz in der Küche
Ernährungstipps - Wussten Sie schon?
Im März und April erwacht Deutschland langsam aus dem Winterschlaf. Wenn die Tage länger werden, werden die Menschen geschäftiger, Haus und Hof werden für das Frühjahr vorbereitet. Auch die Küche sollte jetzt fit für das kommende Jahr gemacht werden. Wir verraten Ihnen, wie der Frühjahrsputz in der Küche gelingt.
Hygiene und Sauberkeit sind in der Küche wichtig. Gesunde und nahrhafte Gerichte können am besten dort zubereitet werden, wo Bakterien, Sporen und Viren im Zaum gehalten werden. Die meisten achten auf Sauberkeit in der Küche. Sie ist eine wichtige Station des wöchentlichen Hausputz. Oberflächen und die Spüle werden meist täglich abgewischt.
Mit sauberer Küche ins Frühjahr
Gleichzeitig bieten sich in der Küche Ecken, die bei einer großen Reinigung im Frühjahr mehr Aufmerksamkeit bedürfen. Wir geben Ihnen fünf Tipps für den Frühjahrsputz in der Küche.
Schränke und Schubladen ausräumen und auswischen
Räumen Sie Ihre Küche vollständig aus. So bekommen Sie einen Überblick über Geräte, Geschirr und Utensilien. Gleichzeitig gibt Ihnen das die Möglichkeit, die Schränke und Schubladen von Staub und Krümeln zu befreien. Das Umweltbundesamt rät dazu, beim Putzen einen handelsüblichen Küchenreiniger und Wasser zu nutzen. Desinfektionsmittel zu verwenden sei nicht nötig. „Die Reinigung der Flächen mit einem Reinigungsmittel genügt zumeist, um vorhandene Mikroorganismen ausreichend zu entfernen“, heißt es.
Vorräte auf Schädlinge und Haltbarkeit überprüfen
Bleiben Schädlinge wie Motten unentdeckt, können sie sich rasant in der Küche ausbreiten. Überprüfen Sie alle offen oder in verschließbaren Gefäßen gelagerten Lebensmittel auf Schädlinge oder deren Hinterlassenschaften (beispielsweise Gespinste oder versponnene Klumpen). Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät, Befallenes sofort zu entsorgen und Schränke und Behälter intensiv zu reinigen – das gilt auch für Ecken und Ritzen. Gleichzeitig sollten eingelagerte Lebensmittel auf ihre Haltbarkeit überprüft und entsorgt werden, sollten sie abgelaufen sein.
Tiefkühlfach abtauen
Tauen Sie Ihr Tiefkühlfach ab und überprüfen Sie die dort gelagerten Speisen auf Haltbarkeit. Laut des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) vermehren sich Mikroorganismen in der Tiefkühlung nicht, sie werden aber auch nicht abgetötet. Die Experten warnen: „Auch eingefrorene Lebensmittel sind nicht ewig haltbar.“ Obst und Gemüse halten demnach elf bis 15 Monate. Rindfleisch und Geflügel sind neun bis zwölf Monate und Fisch sowie fettreiches Fleisch sechs bis neun Monate gut. Eine praktische Übersicht des BZfE zur Haltbarkeit von Gefrorenem finden Sie hier.
Kühlschrank ausräumen und auswischen
Das Bundesamt für Risikobewertung rät, den Kühlschrank regelmäßig mit Wasser und einem Putzmittel zu reinigen. Die Behörde unterstreicht, dass dies auch für Geräte mit einer antibakteriellen Beschichtung gelte. „Die Oberflächenbeschichtung mit Silberverbindungen bietet keinen zusätzlichen Vorteil beim Schutz vor Keimen. Sie kann weder die Reinigung der Geräte noch die Beachtung allgemeiner hygienischer Regeln beim Umgang mit Lebensmitteln ersetzen“, erklären die Experten.
Haushaltsgeräte und Küchenutensilien überprüfen und reinigen
Natürlich werden Haushaltsgeräte regelmäßig gereinigt. Einmal im Jahr sollte man die Gelegenheit nutzen und schwer erreichbare Stellen an Mixer, Dampfgarer oder Heißluftfritteuse mit Wasser und Reiniger zu säubern. Ein Blick auf Küchenutensilien kann sich ebenfalls lohnen. Das BZfE empfiehlt zum Beispiel zerkratze Küchenbretter zu ersetzten. In deren Rillen und Furchen können sich Mikroorganismen sammeln. Dies gelte sowohl für Holz- als auch für Kunststoffbretter, heißt es weiter.
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Quellen:
Bundesministerium für Umwelt, Bundeszentrum für Ernährung e.V., Bundesinstitut für Risikobewertung
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